Verein für
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Ehrung für „Tag der Zahngesundheit“-InitiatorTholuck-Medaille an Friedrich Römer verliehen

Darmstadt, 12. Oktober 2002

Die Tholuck-Medaille des Vereins für Zahnhygiene e.V. (VfZ), wichtigste Auszeichnung für Verdienste auf dem Gebiet der Zahngesundheitserziehung, ging in diesem Jahr an den langjährigen Geschäftsführer des VfZ und Publizisten Friedrich Römer. Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung am 11. Oktober 2002 im bayerischen Wildbad Kreuth bekam er den Preis vom Ersten Vorsitzenden des Vereins, Mario J. Perinelli, überreicht. In seiner Laudatio hob er Römers Verdienste für den VfZ und die Zahngesundheitserziehung in Deutschland insgesamt hervor.

Friedrich Römer war von 1963 bis 1999 für den gemeinnützigen Verein für Zahnhygiene e.V. als Geschäftsführer tätig. In dieser Eigenschaft hatte er unter anderem maßgeblichen Anteil am Aufbau eines medizinisch-pädagogisch abgesicherten Programms für eine effektive Zahngesundheitserziehung. Der erste vollständige zahngesundheits-erzieherische Lehrplan vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe basiert auf Römers Bemühungen. Krönender Abschluss seines Lebenswerkes im Sinne des Vereins und gleichzeitig auch ein Höhepunkt seiner Leistungen ist der von ihm initiierte „Tag der Zahngesundheit“, der 1991 erstmals stattfand.

Der 69-jährige studierte Jurist hat sich zudem als zahnmedizinischer Publizist hervor getan. 1979 rief er die Fachzeitschrift „Oral-Prophyxlaxe“ ins Leben. Internationale Beachtung fanden neben zahlreichen Veröffentlichungen in zahnärztlichen und anderen Zeitschriften auch seine Vorträge über zahngesundheitliche Themen, darunter Vorlesungen auf Fortbildungsveranstaltungen sowie auf Fachkongressen in aller Welt. Römer war auch mit der Vorbereitung und Durchführung zahnmedizinischer Fachtagungen zum Thema Zahngesundheitserziehung und Vorbeugung betraut mit dem Ziel einer systematischen Fortbildung für Zahnärzte. Er gründete den Ausschuss „Koordinierung der Zahngesundheitserziehung“ auf Bundesebene – mit seiner Hilfe wurden wesentliche Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit auf diesem Gebiet erstellt.

Der Preisträger war viele Jahre als Leiter der Pressestelle der Landeszahnärztekammer Hessen und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen tätig. Römer engagierte sich zudem auf anderen gesundheitsrelevanten Gebieten – etwa im Arbeitskreis zur Förderung der Gesundheitserziehung „Jugend und Gesundheit“ oder als Vorstandsmitglied des Deutschen Medizinischen Informationsdienstes. Für seine Verdienste im Rahmen der Gesundheitsvorsorge, insbesondere der zahnärztlichen Sozialhygiene, erhielt Römer 1986 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Zur Begründung hieß es, er habe für den Bereich der Kindergärten und Grundschulen die Basis der systematischen und speziellen Zahngesundheitserziehung erheblich erweitern können. Zudem habe er auf Fortbildungsveranstaltungen und Tagungen im In- und Ausland, aber auch publizistisch neue Wege der Gesundheitserziehung vorgestellt.

Mit der Tholuck-Medaille, benannt nach dem Frankfurter Obermedizinalrat in Ruhe Dr. Hans-Joachim Tholuck, wurde Friedrich Römers Engagement für die Zahngesundheitserziehung neuerlich geehrt. Es war Römer selbst, der 1973 erstmals die Tholuck-Medaille für den VfZ gestiftet hat. Seither wurde sie an Persönlichkeiten, die sich um die zahngesundheitliche Aufklärung und Erziehung verdient gemacht haben, verliehen. Der Jury gehören Vertreter des Arbeitskreises Zahnmedizinische Information, der Bundeszahnärztekammer, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, des Bundesverbandes der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege und des Vereins für Zahnhygiene e.V. an.

Der Verein wurde bereits 1957 gegründet. Sein primäres Ziel ist es, die Öffentlichkeit über das Thema „Zahngesundheit“ aufzuklären – einschließlich der Gefahren, die dem gesamten Körper durch erkrankte Zähne drohen können. Einen zweiten Schwerpunkt stellt die Vorbeugung dar: Um Gesundheitsrisiken von vornherein zu minimieren, regt der Verein zu einer intensiveren Zahn- und Mundhygiene an. Darüber hinaus weist er auf die Notwendigkeit vorsorglicher Zahnbehandlung hin. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der Motivation junger Menschen zu.


Für weitere Informationen

Verein für Zahnhygiene e.V.
Dr. Matthias Lehr
Liebigstraße 25
D-64293 Darmstadt
Tel.: (06151) 1 37 37-10
Fax: (06151) 1 37 37-30
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