Forschung, Wissensvermittlung, Erfolg in der PraxisTholuck-Medaille an Dr. med. habil. Dipl.‑Psych. Almut Makuch verliehen
Darmstadt, 20. September 2001
Die Tholuck-Medaille des Vereins für Zahnhygiene e.V., wichtigste Auszeichnung für Verdienste auf dem Gebiet der Zahngesundheitserziehung, ging in diesem Jahr an die Leipziger Fachärztin für Kinderzahnheilkunde und Psychologin Dr. med. habil. Dipl.‑Psych. Almut Makuch. Anlässlich der Auftaktveranstaltung zum Tag der Zahngesundheit am 19. September 2001 bekam sie den Preis vom Ersten Vorsitzenden des Vereins, Mario J. Perinelli, überreicht. In seiner Laudatio hob er ihre einzigartige Verknüpfung von interdisziplinärer Forschung, Vermittlung zwischen Universität und Praxis sowie der nachgewiesenen Erfolge ihrer Prophylaxemethoden hervor.

Almut Makuch hat in zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen für zahnmedizinische und psychologische Zeitschriften, unter anderem für die vom Verein für Zahnhygiene gegründete „Oralprophylaxe“, Grundsätze für eine effektive Vorbeugung erarbeitet. Davon zeugt nicht zuletzt ihre Habilitationsschrift „Stomatologische Gesundheitserziehung bei Vorschulkindern – Theoretische und empirische Studien aus medizinpsychologischer Sicht“. Als Weiterbildungsreferentin von Landeszahnärztekammern und Landesarbeitsgemeinschaften Zahngesundheit, als Mitautorin von Lehrbüchern, und durch Teilnahme bzw. Leitung viel beachteter Kongresse hat Dr. Makuch einer großen Zahl von Zahnärzten, Dentalhygienikerinnen und Zahnarzthelferinnen ihre Erkenntnisse zugänglich gemacht. Sie sind mit großem Erfolg in die Praxis übernommen worden. Zu den eindrucksvollsten und wissenschaftlich evaluierten Beispielen gehören ein Zahnputzlied zur Entwicklung von motorischen Putz-Fertigkeiten bei Kindern und Spielprogramme zur Gesundheitsförderung im Vorschulalter.
Dr. Makuch ist heute als Privatdozentin am Universitätsklinikum für Kinderzahnheilkunde und Kieferorthopädie in Leipzig tätig. Seit über 15 Jahren hat sie hier eine zukunftsweisende Kooperation mit dem Fachbereich Psychologie etabliert, unter anderem durch eine eigene Arbeitsgruppe, die sich besonders mit den Themen „Motivation“ und „Umsetzung präventiver Aspekte“ beschäftigt. Mit ihrer besonderen Konzentration auf die Prophylaxe bei jungen Patienten steht Dr. Makuch ganz in der Tradition von Obermedizinialrat in Ruhe Dr. Hans-Joachin Tholuck. Er war der Schöpfer des so genannten „Frankfurter Systems“, in dem sich öffentliche und niedergelassene Zahnärzte die Aufgaben in der Jugendzahnpflege teilen. Es ist heute noch eine wesentliche Basis der Gesundheitserziehung.
Die nach Dr. Tholuck benannte Medaille vergibt der Verein für Zahnhygiene seit 1973. Der Jury gehören Vertreter des Arbeitskreises Zahnmedizinische Information, der Bundeszahnärztekammer, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, des Bundesverbandes der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege und des Vereins für Zahnhygiene e.V. selbst an.
Der Verein wurde bereits 1957 gegründet. Sein primäres Ziel ist es, die Öffentlichkeit über das Thema „Zahngesundheit“ aufzuklären – einschließlich der Gefahren, die dem gesamten Körper durch erkrankte Zähne drohen können. Einen zweiten Schwerpunkt stellt die Vorbeugung dar: Um Gesundheitsrisiken von vornherein zu minimieren, regt der Verein zu einer intensiveren Zahn- und Mundhygiene an. Darüber hinaus weist er auf die Notwendigkeit vorsorglicher Zahnbehandlung hin. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der Motivation junger Menschen zu.
Bildmaterial zur Verleihung der Medaille kann beim Verein für Zahnhygiene e. V. angefordert werden.
Für weitere Informationen
Verein für Zahnhygiene e.V.
Dr. Matthias Lehr
Liebigstraße 25
D-64293 Darmstadt
Tel.: (06151) 1 37 37-10
Fax: (06151) 1 37 37-30
E-Mail: info@zahnhygiene.de
