Ein Buch des ehemaligen VfZ-GeschäftsführersPublizist Friedrich Römer blickt auf 30 Jahre DGK zurück
Darmstadt, 25. April 2005
Wer die wechselvolle Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGK) von ihren Anfängen 1973 bis 2002 kennen lernen möchte, kann dies an Hand des neuen Buches von Friedrich Römer über „Die Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde. Wie sie wurde, was sie ist“ tun. Der langjährige Geschäftsführer des Vereins für Zahnhygiene e.V. (VfZ) mit Sitz in Darmstadt - Pionier der Zahngesundheitserziehung in Deutschland - hatte Einblick in das Auf und Ab der zahnmedizinischen Prophylaxe wie nur Wenige. Für sein Buch stand dem Autor neben dem eigenen fachjournalistischen Archiv reichhaltiges Material der DGK, der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde DGZMK - „Mutter“ der DGK - sowie der Gesellschaft für Kinderstomatologie der DDR, der „zweiten Wurzel“ der DGK, zur Verfügung.

Friedrich Römer, langjähriger Geschäftsführer des Vereins für Zahnhygiene e.V. (VfZ), blickt in seinem Buch über „Die Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde. Wie sie wurde, was sie ist“ auf 30 Jahre wechselvolle Verbandsgeschichte zurück. Nicht viele kennen sich auf dem Gebiet der Prophylaxe besser aus als der mehrfach ausgezeichnete Publizist, der sich gerne als „Fachjournalist und Öffentlichkeitsarbeiter mit juristischer Grundausbildung“ bezeichnet. So ehrte ihn die Bundesrepublik für sein unermüdliches Wirken für die Gesundheitserziehung in Kindergarten und Schule bereits 1986 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande; zuletzt erhielt er 2002 die Tholuck-Medaille des VfZ.
In seinem Buch gibt Römer einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der DGK von ihren ersten Anfängen 1973 als Arbeitsgruppe der DGZMK bis zur Etablierung 2002 als „Gesellschaft in der DGZMK“. Desgleichen schildert er Gründung (1969) und Tätigkeit der Gesellschaft für Kinderstomatologie der DDR (GKS) als selbstständige wissenschaftliche Gesellschaft, deren von vielen Kinderzahnärzten angestrebte Fusion mit dem westlichen Pendant nach der „Wende“ allerdings scheiterte.
Römer beschränkt sich nicht - und das macht das Buch besonders interessant - auf die engere Verbandsgeschichte(n) der beiden kinderzahnmedizinischen Gesellschaften. Er geht auch auf das „Umfeld“ ein. So wird es manchen Leser überraschen zu erfahren, dass das Fach Kinderzahnheilkunde erst 1992 - auf Grund einer Bestimmung im Vertrag zur Deutschen Einheit - Eingang in den verbindlichen Fächerkatalog des Zahnmedizinstudiums fand. Da in der DDR die wissenschaftliche Kiderstomatologie eng mit der Jugendzahnpflege verzahnt war, findet sich in dem Buch auch eine ausführliche Darstellung dieses Bereichs. (In der Bundesrepublik waren die Berührungspunkte minimal.) Mit deutlicher Kritik belegt Römer schließlich das Verhalten bundesdeutscher Wissenschaftler und Standespolitiker, als es darum ging, die beiden Gesellschaften zu fusionieren: Nach jahrelangem Gezerre musste sich die GKS auflösen, und ihren einst über tausend, zuletzt nur noch wenigen Mitgliedern blieb nichts anderes übrig, als in die DGK einzutreten.
Friedrich Römers Buch „Die Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde. Wie sie wurde, was sie ist“ umfasst 362 Seiten und kostet 22,80 Euro. Es ist bei „Mein Buch“ (Hamburg 2004) erschienen und kann unter der Freecall-Nummer 0800 - 63 46 282 und in jeder Buchhandlung bestellt werden.
Für weitere Informationen
Verein für Zahnhygiene e.V.
Dr. Matthias Lehr
Liebigstraße 25
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