Für guten Atem und zur Unterstützung der GesamtgesundheitImmer mehr Experten raten zur Zungenreinigung!
Darmstadt, 25. März 2004
Die meisten Menschen wissen zwar um die vielfältigen Funktionen der Zunge, doch ihre regelmäßige Pflege ist im Bewusstsein der Bevölkerung noch nicht verankert. Ein großer Fehler, wie immer mehr Experten hier zu Lande betonen. Denn der Bakterienbelag auf der Zungenoberfläche verursacht üblen Atem und steht in Verdacht, sogar die Gesamtgesundheit zu beeinträchtigen. So forderte erst jüngst Dr. Ralf Rössler, Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin, verstärktes Augenmerk auf die Zungenreinigung zu richten. „Viele Krankheitsbilder als auch unangenehmer Mundgeruch werden klinisch durch eine belegte Zunge signalisiert. Eine tägliche Reinigung der Zunge verhindert eine überschießende Vermehrung der Zungenbeläge“, sagte der Zahnmediziner anlässlich des „8. Berliner Prophylaxe-Tages“.

Die Gesunderhaltung von Zähnen und Zahnfleisch ist selbstverständlich, auch das Haarewaschen oder die Haut- und Nagelpflege sind fester Bestandteil der regelmäßigen Körperhygiene. Doch die Zunge bleibt meist unbeachtet. Dabei steht ihr Belag unter Ärzten und Wissenschaftlern längst im Verdacht, eine schädigende Wirkung für die Gesamtgesundheit des Menschen zu haben – als mit Abstand häufigste Ursache für Mundgeruch (medizinisch: Halitosis) ist die Zungenoberfläche bereits enttarnt. Daher fordern Mediziner jetzt verstärkt, auch die Zungenpflege bei den häuslichen Hygienemaßnahmen mit einzubeziehen.
„Eine tägliche Reinigung der Zunge verhindert eine überschießende Vermehrung der Zungenbeläge“, sagte erst jüngst Dr. Ralf Rössler, Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin, anlässlich des „8. Berliner Prophylaxe-Tages“. „Der Zungenrücken gilt als Hauptreservoir, aus dem die Neubesiedelung der Mundhöhle und der Zahnoberfläche mit Mikroorganismen gespeist wird. Er ist vielschichtig aufgebaut und besteht aus fadenförmigen, blattförmigen und wallartigen Papillarkörpern, die einen bevorzugten „Nistplatz“ für Bakterien darstellen“, erläuterte der Zahnmediziner weiter.
Mundgeruch ist oftmals eine Folge dieser Gegebenheiten. Schätzungen gehen von etwa 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Europas aus, die unter dem lästigen Phänomen leiden. Zwar glauben noch immer die meisten Betroffenen und auch viele Ärzte und Zahnärzte, die Ursachen für Halitosis seien im Bereich des Magen-Darm-Trakts zu suchen – doch geht Mundgeruch in bis zu 90 Prozent der Fälle vom Mundraum aus und dabei wiederum am häufigsten von der Zungenoberfläche. Die Gesundheitsindustrie hat die Notwendigkeit der Zungenreinigung bereits erkannt und bietet vielfältige Hilfsmittel zur Pflege an.
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